Bedrohliche Fakten zu Feinstaub

Creato Domenica, 28 Gennaio 2007 09:18
http://www.greenpeace.at/feinstaub.html  Je kleiner die Partikel, desto gefährlicher Bis dato wird nur Feinstaub bis zu einer Größe von PM10 (Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer = µm) gemessen. Je kleiner die Feinstaubpartikel (PM2.5, PM1), desto gefährlicher sind sie für die Gesundheit. Diese besonders gefährlichen, ultrakleinen Feinstaubpartikel werden vom österreichischen Messsystem aber noch gar nicht erfasst!
Feinstaub dritthäufigste Todesursache in Österreich Die Feinstaubbelastung ist in Österreich mit etwa 5.500 Todesfällen die dritthäufigste Todesursache hinter Rauchen (12.000) und Alkohol (8.000). Durch Feinstaub kommen siebenmal mehr Menschen ums Leben als durch Verkehrsunfälle. Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs können durch Feinstaub ausgelöst werden. Weitere mögliche Folgen sind: Atemnot, Husten, Einschränkung der Lungenfunktion, sowie Atemwegs-, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. Feinstaub-Überschreitungen sind de facto Normalzustand

Seit dem
1. Jänner 2005 sind jährlich dreißig Grenzwertüberschreitungen erlaubt, praktisch alle österreichischen Ballungszentren sind betroffen. Im Jahr 2005 kam es trotzdem in 55 Städten zu mehr Überschreitungen als erlaubt. Trauriger Spitzenreiter war die Grazer Messstation Don Bosco mit 127 Feinstaub-Überschreitungen. Im Jahr 2010 werden „nur" mehr 25 Überschreitungen pro Jahr toleriert. Die zuständigen Bundesländer müssen also dringend Maßnahmen ergreifen.

 
Greenpeace fordert rasche Maßnahmen zur Bekämpfung von Feinstaub. Bisher wurden ein paar wirksame und zahlreiche weniger wirksame Taten gesetzt (z. B. Einführung einer Partikelfilterpflicht für Traktoren in Wien). Ohne Verkehrsreduktion – und besonders ohne eine Reduktion im Sektor Gütertransport – wird das Feinstaubproblem nicht in den Griff zu bekommen sein.   Greenpeace fordert daher zum Schutz der Menschen:
  • Einführung einer Feinstaubwarnung (vergleichbar zur Ozonwarnung)
  • Einführung von Grenzwerten für PM2.5 und offizielle Messungen
  • Effiziente Maßnahmen zur Feinstaubreduktion, wie zum Beispiel: 
·         Selektive Fahrverbote an Tagen mit Überschreitungen ·         Partikelfilterpflicht und NOx-Katalysator-Pflicht ·         Temporeduktionen